Die Anlässe zum Feiern im Karneval sind vielfältig

Weiberfastnacht beginnen die Partys und gehen weiter über das folgende Wochenende mit Nelkensamstag, Tulpensonntag weiter: Sitzungen der Karnevalsvereine, Sturm aufs Rathaus und dann natürlich Rosenmontag mit dem Karnevalsumzug bis zum Fastnachtsdienstag, wo viele nochmal die letzte Gelegenheit zum Ausführen ihres Kostüms in diesem Jahr genießen.

„Kater“-Symptome: Am nächsten Morgen merken manche, wieviel sie getrunken haben

Wer am Tag nach der Karnevalsfeier mit Kopfschmerzen und Übelkeit aufwacht, leidet unter den Folgen seines Alkoholkonsums, hat einen „Kater“ bzw. „Brummschädel“ wie man landläufig sagt. – Oder medizinisch ausgedrückt: Er (oder sie) leidet unter einer Alkoholintoxikation. Oft berichten Betroffene auch von Schlappheit und Schwindel – alles in allem keine guten Voraussetzungen um die weitere Karnevalszeit in vollen Zügen zu genießen.

Hintergrundwissen: Wie entsteht ein Kater?

  1. Durch den Alkohol wird die ADH-Ausschüttung (ADH=Antidiuretisches Hormon) gestört, das führt zu verstärktem Toilettendrang und Flüssigkeitsverlust. Allein der kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelkrämpfen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen.
  2. Des Weiteren wird Alkohol zu Acetaldehyd verstoffwechselt bevor er zu Essigsäure abgebaut wird. Acetaldehyd wirkt allerdings neurotoxisch und tötet dadurch Nervenzellen ab. Das führt zu ebenso zu Kopfschmerzen.
  3. Eine weitere Wirkung von Alkohol, mit der der ein oder andere zu kämpfen hat, ist die Steigerung der Magensäureproduktion, was zu Übelkeit am nächsten Morgen, Appetitlosigkeit oder zu einem flauen Magen führen kann. Die erhöhte Säuresekretion aus dem Magen kann insbesondere bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen zu Durchfällen führen.

Kater-Prophylaxe: Die 5 wichtigsten Tipps

  1. Der einfachste Weg einen Kater zu vermeiden ist natürlich, den eigenen Alkoholkonsum zu reduzieren.
  2. Viel (alkoholFREIES!) Trinken ist wichtig! Zwischendurch oder spätestens abends vor dem Schlafengehen, bei Bedarf auch nochmal am nächsten Morgen sollten Sie Wasser trinken. Noch besser eignen sich Rehydratationslösungen aus der Apotheke oder isotonische Sportgetränke, die den Mineralstoffhaushalt wieder auffüllen.
  3. Unter anderem Vitamin B1, Vitamin B6, Vitamin B12, Zink und Selen unterstützen die Nervenzellen, damit sie die schädlichen Wirkungen vom Acetaldehyd besser überstehen. Dafür gibt es Produkte in unserer Apotheke, die nicht nur die Kater-Symptome abschwächen sondern zudem Ihre Abwehrkräfte stärken. Ein wirklicher Schutz ist aber leider nicht möglich. Oft ist es ratsam mit einem Protonenpumpeninhibitor (PPI) die Produktion der Magensäure zu reduzieren um sich vor einem flauen Magen oder Sodbrennen zu schützen. Wer weiß, dass er für solche Probleme anfällig ist, sollte das Präparat schon vor dem Alkoholkonsum einnehmen, da es nur die Produktion reduziert, aber keinen Einfluss auf bereits zu viel gebildete Säure hat. Bei leichten Symptomen helfen auch stärkehaltige Lebensmittel wie Zwieback, Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, etc. in kleinen Portionen.
  4. Fettiges Essen verlangsamt die Alkoholaufnahme in den Körper und gibt der Leber somit etwas mehr Zeit den Alkohol abzubauen, bevor er sich im Körper anreichert. Wer eine „gute Grundlage“ schaffen will besucht also am besten vorher noch die Imbissbude. Der zu erwartende Effekt ist aber leider nur geringfügig.
  5. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann helfen, einen Kater zu bekämpfen. Die Bewegung aktiviert den Kreislauf fördert Regenerationsprozesse. Bei Sonnenschein empfiehlt es sich, eine Sonnenbrille mitzunehmen, denn zu grelles Licht kann die Kopfschmerzen verstärken. Aber Achtung: schweißtreibender Sport wiederrum führt zu weiterem Flüssigkeitsverlust und kann die Regeneration des Körpers verlangsamen