Ein guter Sonnenschutz ist in den warmen Sommermonaten von äußerster Wichtigkeit. Leider unterschätzen die meisten die schädliche Wirkung der UV-Strahlung, die Auslöser für Hautirritationen bis hin zu Hautkrebs sein kann. Dann wird entweder gar kein Sonnenschutz benutzt oder aber einer, der nicht zum Hauttyp passt und somit den benötigten Schutz nicht gewährleistet. Was muss man also wissen, wenn man sich ausreichend gegen das Sonnenlicht schützen möchte?

Der UV-Index und Strahlung

Der UV-Index ist ein Maß für die Intensität der Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit. Je höher dieser ist, desto gefährlicher ist die Strahlung und desto schneller kann die ungeschützte Haut geschädigt werden. Abgesehen von der Tageszeit wird er beeinflusst von der Jahreszeit, dem geografischen Breitengrad, der Bewölkung, dem Sonnenstand sowie der Dicke der Ozonschicht. Ab einem Index der Höhe 5 wird der Einsatz eines Sonnenschutzes empfohlen, liegt er höher, sollte man besser das Haus während der Mittagszeit nicht verlassen, so die Empfehlung. Die Einheit ist international normiert.

Die UV-Strahlung selbst wird in drei Gruppen unterteilt. Die UVC-Strahlung ist der Anteil des Lichts, welcher komplett von der Atmosphäre absorbiert wird und uns somit nicht erreicht. Die UVB-Strahlung dringt hingegen zu etwa 10 Prozent durch die Atmosphäre, der Rest wird ebenfalls absorbiert. Diese die Erde erreichenden 10 Prozent sind für den Sonnenbrand und die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich.

Als dritte Gruppe gilt die UVA-Strahlung, welche komplett durch die Atmosphäre dringt. Sie ruft ebenfalls Schädigungen der Haut hervor, wobei sie sogar in die tieferen Hautschichten dringt und dort für die Bildung von Falten, Pigmenten und ebenfalls Hautkrebs sorgen kann.

Hauttypen

Je nach Hauttyp können Menschen unterschiedliche Zeit ungeschützt in der Sonne verbringen. Jedem Hauttyp ist eine so genannte minimale Erythemdosis zugeordnet, welche besagt, ab welcher Zeit Schäden der Haut hervorgerufen werden, wenn diese der Sonne ausgesetzt ist. Zur Berechnung dieser Zeit muss jedoch der UV-INDEX beachtet werden. Mit folgender Formel lässt sich die Zeit berechnen: Erythemdosis / (UV-INDEX *1,5). Doch wie erkennt man seinen Hauttyp?

Typ 1 ist der empfindlichste und benötigt den meisten Schutz. Menschen dieser Gruppe haben meist blondes bis rötliches Haar und blaue Augen. Etwa 2 Prozent der Deutschen zählt man zum Hauttyp 1.

Typ 2 ist ebenfalls hellhäutig, hat blondes oder hellbraunes Haar und blaue, graue oder grüne Augen. Er bräunt nur sehr langsam und besitzt eine sehr kurze Eigenschutzzeit von etwa 20 Minuten.

Menschen mit dem Hauttyp 3 kommen in Europa am häufigsten vor. Sie haben helles oder dunkles braunes Haar und einen leicht bräunlichen Teint. Etwa 20 bis 30 Minuten können sie an der Sonne bleiben, bräunen dabei recht schnell, benötigen aber nach dieser Zeit ebenfalls einen ausreichenden Hautschutz.

Typ 4 benötigt erst einen Schutz nach etwa 40 Minuten, solang beträgt die Eigenschutzzeit unter normalen Bedingungen.

Hauttyp 5 hat dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis schwarzes Haar. Bei einem UV-Index von 8 tritt nach etwa 60 Minuten ein Sonnenbrand auf.

Hauttyp 6 hat dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen und schwarze Haare. Bei einem UV-Index von 8 tritt nach etwa 80 Minuten ein Sonnenbrand auf. Das bedeutet, dass Menschen mit dunkelbrauner bis schwarzer Haut sich zwar länger ungeschützt in der Sonne aufhalten dürfen, aber  auch auf ausreichenden Sonnenschutz achten müssen.

Entsprechend des Hauttyps sollte die richtige Sonnencreme ausgewählt werden, um Schäden der Haut zu vermeiden. Typ 1 und 2 benutzen am besten eine Creme mit dem Lichtschutzfaktor 50, mindestens jedoch 30. Für den Hauttyp 3 und 4 reicht ein Lichtschutzfaktor 15 bis 30 vollkommen aus.

Einen informativen Fragebogen, zur Feststellung des Hauttyps bietet auch das Bundesamt für Strahlenschutz hier an.

Die richtige Anwendung und weitere Tipps

Wer sich mehrere Stunden in der Sonne aufhält, trägt Schäden der Haut davon, wenn er sich einzig beim Verlassen des Hauses eincremt. Die Creme zieht schnell ein und wird durch Wind oder Wasser abgerieben, wodurch der Schutz nicht mehr gewährleistet ist. Nach Empfehlung der WHO sollte man sich ungefähr alle zwei Stunden erneut eincremen. Dabei sollten etwa 30 ml für einen Vorgang verwendet werden, die gleichmäßig auf folgende neun Bereiche des Körpers aufgetragen werden sollten: Kopf und Hals, Brust, Rücken, linker Arm, rechter Arm, linker Oberschenkel, rechter Oberschenkel, linker Unterschenkel und Fuß, rechter Unterschenkel und Fuß.

Neben der passenden Sonnencreme kann auch die richtige Kleidung die Haut vor Verbrennungen schützen. Schwarze engmaschige Kleidung absorbiert das Licht besser als weiße durchlässige. Zudem ist es ratsam, einen Sonnenhut und Sonnenbrille zu tragen, vor allem in der Mittagssonne.